Die ursprüngliche Familientherapie wird heute systemische Therapie genannt und wurde anfangs immer mit der ganzen Familie durchgeführt. Heute arbeitet man auch mit Einzelpersonen und “denkt” sich die Familie dazu, bzw. man stellt sich vor, wie die Familie auf bestimmte Entwicklungen reagieren würde.

Man kann sagen, zum einen ist die Systemische Therapie eine Sammlung von Techniken, mit denen man mit mehr als einem Klienten arbeitet: also z.B. mit einem Paar oder mit einer ganzen Familie.

Zum anderen ist die Systemische Therapie jedoch auch eine Frage der Einstellung zum vorgestellten Problem: ist eine sogenannte “Depression” immer nur das Problem des Klienten, der sie “hat”? Sicherlich nicht. Es ist klar, daß alle anderen in der Familie, ob nah oder ob fern wohnend, in der einen oder anderen Weise davon betroffen sind.

Man kann nun hier noch einen Schritt weiter gehen: wenn man annimmt, daß Menschen in einem System – z.B. in einer Familie – wechselseitig aufeinander einwirken, dann kann man sagen, daß jedes Verhalten des Einzelnen auch auf die anderen wirkt – ob er das möchte, oder nicht. Das bedeutet aber auch, daß die Problematik “Depression” auf die anderen wirkt, und daß die anderen auf den Einzelnen zurück Wirkung nehmen.

Der systemisch arbeitende Therapeut beschäftigt sich sehr intensiv mit diesen Wechselwirkungen und fragt daher manchmal ein wenig ungewöhnliche Fragen, die sich mit den Wechselwirkungen zwischen Klient — Symptom — Familie beschäftigen.

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